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Erster polizeilicher Eingriff

Dienstag, März 1st, 2011

Heute, Dienstag den 1. März 2011, kam es zu ersten Schikanen der Polizei gegen den besetzten Leerstand, in der Bahnhofstrasse 78.

Gegen 15 Uhr bemerkten die BesetzerInnen, dass das polizeiliche Aufgebot in der Stadt massiv angestiegen ist. Streifenwagen fuhren vermehrt am Haus Streife und mehrere Zivilpolizisten waren auf dem gegenüberliegenden Lidl-Parkplatz, sowie in der Innenstadt unterwegs. Es herrschte Ratlosigkeit bei den Jugendlichen, doch es war klar, dass etwas passieren würde.

Es wurden entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen, aber die Angst, verhaftet zu werden, blieb!“ So die Jugendlichen.

Gegen 16 Uhr geschah es dann, dass ein Streifenwagen in Richtung Bahnhof in die Bahnhofstrasse einbog und das Blaulicht anstellte, in wenigen Minuten kamen drei weitere Streifenwagen hinzu und parkten auf dem Lidl-Parkplatz. Die Beamten gingen zum Haus und versuchten, es durch die Vordertür zu betreten – was jedoch scheiterte. Anschließend schlich eine Gruppe Beamter um das Haus. Eine andere Gruppe Polizisten befragte Passanten und sprach Jugendliche, die sich in der Nähe des Hauses befanden, grimmig an und fragte, ob sie an dem Hausprojekt beteiligt wären.

Nach dem erfolglosen Versuch der Polizei, dem Jugendprojekt ein vorzeitiges Ende zu setzen, gab es weiterhin erhöhte Streife-Fahrten und Anquatschversuche von Zivilpolizisten gegenüber Jugendlichen.

Die BesetzerInnen und deren UnterstützerInnen bedauern es sehr, dass auf das Hausprojekt eine so herbe Reaktion kommt. Die Jugendlichen wollen einfach einen Platz, der ihnen zur freien Verfügung & Gestaltung steht. Die BesetzerInnen lassen sich von derlei Schikanen nicht beirren und fordern die Bewohner von Winsen auf, ihre Stimme zu nutzen und sich für das Projekt auszusprechen.

Ob und wie die BesetzerInnen reagieren, wird derweil beraten.