Den BesetzerInnen der Bahnhoftstraße 78 in Winsen/Luhe geht es darum, der bisherigen fehlerhaften und misslungenen Jugendpolitik der Stadtverwaltung, entgegenzutreten. Es gibt keinen Raum, abseits vom Jugenzentrum „Egons“, für die örtliche Jugendkultur, der sich vernünftig etabliert hat.
Unserer Meinung nach muss es auch Räume geben, die kostenlos und jugendverwaltet sind. Solche Räume bieten ein optimales Plateau für Jugendliche, sich durch soziale und künstlerische Projekte selbst zu verwirklichen.

Den Jugendlichen geht es genau um diese Perspektive!
Die verwaltungstechnischen Hürden (Öffnungszeiten, Budgetkürzungen etc.), die öffentliche Jugendeinrichtungen betreffen, fallen durch den Faktor der eigenständigen und freien Organisation aus. Durch diesen Faktor wird es den Jugendlichen ermöglicht, ihren Projekten ungehindert nachzugehen. Finanzielle Hürden werden durch Spendeneinnahmen, ohne Aufforderung zu derselben, bestritten.

Das Hausprojekt wird durch Diskussionen und  Konsensbeschlüsse geleitet, es gibt also keine Personen, die einfach grundsätzliche Bestimmungen machen können, ohne dass andere Betroffene/Teilnehmer ihr Einverständnis gegeben haben. Die BesetzerInnen wollen aber gezielt keine Utopie ausmalen, sondern der Durchführung des Projekts/der Projekte den Diskussionsprozess der Teilnehmer überlassen.

Es gilt für alle Teilnehmer nur ein Grundsatz, der sich auf jegliche Projekte und Arbeiten ausbreiten wird:

Es wird kein diskriminierendes Verhalten geduldet!

 

(Dieser Text ist eine Erstveröffentlichung und könnte noch aktualisiert werden)